Malerei
Rudolf Ortner hat damit in der Tradition der Architekturmalerei deren jüngste Formensprache eingeleitet. Er war sich selbstverständlich auch bewusst, dass er mit den neuen Bildmotiven die Kunst neue Bildinhalte gewinnen ließ.
Ortner kam sozusagen von Kandinsky, entwickelte aber keine freien Formen, sondern hatte die Formensprache vor Augen: „So paradox es klingen mag – über Kandinsky gelange ich letztlich zur gezielten abstrakten Darstellung des Gegenständlichen.“ Aber er will auch ein über das Alltagsbewusstsein hinausreichendes, bestimmtes und gezieltes Sehen und Erkennen seiner baulichen Umwelt vermitteln.
(Zitat aus: Rudolf Ortner, Bauhaus-Schüler 1932 – 1933, Architekt 1936 – 1976, Maler und Fotograf 1977 – 1997, S. XVI, Eugen Gomringer: Moderne Architektur ins Bild gebracht, I. Holzapfel Verlag München 2007)